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Gelungener Abschluss des IHGC-Kongresses 2026 in Deutschland – Nachkongress führte Teilnehmer nach Tettnang

Nach dem Hauptkongress des International Hop Growers' Congress (IHGC) in der Hallertau beziehungsweise in Ingolstadt führte der Nachkongress vom 30. Juli bis 1. August 2026 in das südlichste deutsche Hopfenanbaugebiet nach Tettnang.

Den Auftakt bildete am Donnerstag die Ankunft der Teilnehmer in Tettnang. Nach einem Empfang auf der Südterrasse des Neuen Schlosses und einem gemeinsamen Mittagessen im Rittersaal stand zunächst der Besuch der Kronenbrauerei auf dem Programm. Dort schenkte Braumeister Fritz Tauscher, mitten im Brunnen stehend, Bier an die Gäste aus, die den Sommertag gemütlich rund um und sogar in dem Brunnen genossen.

Nach dem Hotel-Check-in besichtigte die Gruppe die Hopfenpelletanlage der BayWa und erhielt zusätzlich Einblicke in deren weitere Kompetenzen im Bereich Hagelschutzsysteme für Obstanbau. Anschließend stand bei einer Führung durch das Hopfengut No. 20 mit einer „Bierprobe To-go“ die Geschichte und Struktur des Betriebs und der neuen Eventlocation im Mittelpunkt.

Den ersten Tag ließen die Gäste gemeinsam mit den Tettnanger Hopfenpflanzerinnen und Hopfenpflanzern bei einem stimmungsvollen Abend im Hopfengut No. 20 ausklingen. Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Ritters des Hopfenordens an den langjährigen Versuchstechniker des Hopfenversuchsfeldes in Straß, Herrn Bruno Bohner. Die Auszeichnung wurde vom Präsidenten des IHB feierlich überreicht und von der einzigartigen Tettnanger Hopfenpflanzerkapelle musikalisch stimmungsvoll umrahmt.

Am Freitag besichtigten die Teilnehmer das Hopfenversuchsfeld in Straß sowie den Hopfenbetrieb Ruther GbR und erhielten neben den Betrieben auch einen Überblick über Geschichte und Gegenwart des Anbaugebiets Tettnang, präsentiert durch die Geschäftsführerin des HPV Tettnang, Frau Teresa Locher. Nach einem Barbecue als Mittagessen führte die Exkursion zum Weingut Schmidt mit Weinprobe, welches mit beeindruckendem Blick über den Bodensee und das Alpenvorland punktete.

Ein besonderes Erlebnis war die anschließende Bootsfahrt auf dem Bodensee. Eine Sturmwarnung verlieh der Fahrt zusätzlichen Abenteuercharakter und machte sie für viele unvergesslich. Den Tagesabschluss und somit auch letzter Abend des Kongresses bildete ein Dinner direkt am Bodenseeufer in der Werft1919 - ein geselliger Ausklang mit Livemusik und trotz anstrengender Kongresstage mit viel Tanz.

Am Abschlusstag besuchte die Gruppe zunächst die derzeit im Bau befindliche größte Agri-Photovoltaikanlage Europas über einer Apfelplantage. Neben den technischen Besonderheiten ergänzte Obst- und Hopfenbauer Hubert Bernhard, auf dessen Betrieb das Projekt umgesetzt wird, über die praktischen Herausforderungen und Chancen dieser innovativen Verbindung von Landwirtschaft und Energiegewinnung.

Anschließend führte der Weg zum Bio-Obst- und Hopfenbetrieb der Familie Johannes Bentele. Dort erhielten die Besucher Einblicke in das neue Erntezentrum mit dem ersten Holzdarrturm seiner Art sowie in das Bewässerungsspeicherbecken mit dem ganzheitlichen Bewässerungskonzept des Betriebs. Zudem wurde ein einzigartiges Hagelschutznetz über einer Hopfengerüstanlage vorgestellt.

Den finalen Abschluss des Nachkongresses bildete ein gemeinsames Mittagessen im Biergarten des Gasthofs Schöre mit zünftiger musikalischer Unterhaltung.

Einige Teilnehmer verlängerten ihren Aufenthalt und besuchten am Tag darauf auch noch den Tettnanger Hopfenwandertag, der erneut mehrere tausend bier- und hopfenbegeisterte Besucher in die Hopfenstadt lockte.

Mit dem Nachkongress fand somit der IHGC 2026 einen würdigen Ausklang im Hopfenanbaugebiet Tettnang!

Text: HPV Tettnang, Teresa Locher

Bilder: Sebastian Bauer